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Datenstandort Schweiz

«Hosting in der Schweiz» — was das wirklich bedeutet

Für: Entscheider in Kanzleien, Treuhandfirmen, Praxen und KMU, die einen Cloud-Anbieter prüfen.

Kurz erklärt

«Hosting in der Schweiz» sagt nur, wo der Hauptserver steht. Belastbar wird die Aussage erst mit Antworten auf sechs Fragen: Wo liegen Datenbank und Dateien? Welche Subprozessoren gibt es und wo? Wer hat Fernzugriff? Wo laufen E-Mail und KI? Wo liegen Backups? Und: Ist das alles schriftlich?

Fast jeder Anbieter wirbt mit «Schweizer Hosting». Meistens stimmt es — für den Teil des Systems, den man sieht. Die Frage ist, was mit dem Rest ist: der E-Mail-Versand, die Suche, die KI-Funktion, das Monitoring, der Support-Mitarbeiter in einem anderen Land. Diese Seite ist die Frageliste, die man jedem Anbieter stellen sollte. Auch uns — die Antworten für Flenio stehen unten.

Die sechs Fragen

Eine Aussage über den Datenstandort ist erst vollständig, wenn sie alle Verarbeitungen abdeckt:

  • Wo liegen Datenbank, Dateiablage und Nutzerkonten (der «Kern»)?
  • Welche Subprozessoren sind beteiligt — namentlich, mit Land und Zweck?
  • Von wo aus kann Personal des Anbieters oder eines Subprozessors auf Daten zugreifen (Support, Wartung)?
  • Wo laufen Nebenverarbeitungen: E-Mail-Versand, Suche, Analytics, KI-Funktionen?
  • Wo liegen Backups, und wie lange?
  • Ist all das in einem Auftragsverarbeitungsvertrag festgehalten — und wird die Liste bei Änderungen aktualisiert?

Wie Flenio diese Fragen beantwortet

Kernspeicherung — Datenbank, Dateien, Authentifizierung — in Zürich (Supabase, Region eu-central-2). Die Web-Anwendung wird über Vercel ausgeliefert; rechenintensive Funktionen laufen in der EU-Region Frankfurt, ohne dauerhafte Datenspeicherung dort. Transaktionale E-Mails gehen über Resend aus einer EU-Region. KI-Funktionen nutzen standardmässig Anthropic (USA) — nur bei aktiver Nutzung, ohne Training auf Kundendaten, und pro Workspace vollständig abschaltbar oder durch einen eigenen Anbieter ersetzbar. Die vollständige Liste mit Ländern und Garantien steht öffentlich im Trust Center und im AVV.

Was wir nicht behaupten

Wir sagen nicht, dass sämtliche Verarbeitungen ausschliesslich in der Schweiz stattfinden — das wäre bei einem modernen SaaS-Produkt mit E-Mail, CDN und optionaler KI schlicht falsch, und ein Anbieter, der es behauptet, verschweigt in der Regel seine Subprozessoren. Die ehrliche Aussage lautet: Kern in Zürich, Nebenverarbeitungen in der EU, KI optional in den USA, alles dokumentiert.

Häufige Fragen

Reicht «Server in der Schweiz» für das Anwaltsgeheimnis?

Nein — entscheidend ist, wer faktisch Zugriff hat. Ein Schweizer Server mit Fernwartung aus einem Drittland ist rechtlich ein Auslandszugriff. Siehe die Seite zum Anwaltsgeheimnis in der Cloud.

Ist EU-Hosting schlechter als Schweizer Hosting?

Für die meisten KMU nicht: Die EU gilt nach revDSG als Land mit angemessenem Datenschutz. Für Berufsgeheimnisträger und bestimmte Behörden kann der Schweizer Standort trotzdem verlangt oder gewünscht sein.

Wie prüfe ich, ob die Angaben stimmen?

Subprozessorliste im AVV verlangen, nicht nur auf der Website. Die Region des Datenbank-Anbieters lässt sich meist über dessen eigene Dokumentation verifizieren.

Vom Werkzeug zur Praxis

Flenio bringt Projekte, Zeit, Auslastung und Rechnungen in ein Werkzeug — Hosting in Zürich, CHF und EUR, revDSG und DSGVO.

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