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Checklisten

Checkliste Pflichtenheft prüfen

Für: Auftraggeber, die ein Pflichtenheft eines Anbieters prüfen, und Anbieter vor der Abgabe.

Kurz erklärt

Ein brauchbares Pflichtenheft beschreibt, WIE die Anforderungen des Lastenhefts umgesetzt werden, ist in sich widerspruchsfrei, nummeriert jede Anforderung, nennt prüfbare Abnahmekriterien und regelt, wie Änderungen behandelt werden. Was nicht prüfbar formuliert ist, ist nicht vereinbart.

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Vollständigkeit

Prüfbarkeit

Abgrenzung und Änderung

Formales

Haken bleiben nur in diesem Tab. Kein Konto, kein Tracking.

Das Pflichtenheft ist das Dokument, an dem am Ende gemessen wird — und meistens das Dokument, das am wenigsten gelesen wurde. «Das System soll performant sein» steht in fast jedem, und in keinem ist es prüfbar. Diese Liste findet die Lücken, bevor sie zu Nachträgen werden.

Prüfbar oder nicht vereinbart

«Das System soll schnell antworten» ist keine Anforderung, sondern ein Wunsch. «Suchanfragen mit bis zu 100'000 Datensätzen antworten in unter zwei Sekunden» ist eine — mit klarer Abnahme. Gehe jede Anforderung durch und frage: Könnte ein Dritter mit Stoppuhr oder Checkliste entscheiden, ob sie erfüllt ist?

Datenschutz gehört ins Pflichtenheft

Wo Personendaten verarbeitet werden, gehören Speicherort, Zugriffskonzept, Löschfristen und AVV ins Pflichtenheft — nicht in einen Anhang, der nach dem Projekt geschrieben wird. Das revDSG verlangt Privacy by Design; das beginnt bei der Anforderung.

Muss, Soll, Kann

Ohne Priorisierung ist jede Anforderung gleich wichtig — und beim ersten Budgetproblem entscheidet der Anbieter, was wegfällt. Die MoSCoW-Einteilung schützt den Kern des Projekts.

Häufige Fragen

Lastenheft oder Pflichtenheft — was ist was?

Das Lastenheft schreibt der Auftraggeber: WAS er braucht. Das Pflichtenheft schreibt der Auftragnehmer: WIE er es umsetzt. Beide zusammen sind die fachliche Vertragsgrundlage.

Wie lang darf ein Pflichtenheft sein?

So lang wie nötig, um jede Anforderung prüfbar zu beschreiben. 15 Seiten für ein kleines Tool sind normal, 150 für ein ERP auch. Länge ohne Prüfbarkeit ist Ballast.

Was, wenn sich Anforderungen während des Projekts ändern?

Dafür gibt es das Änderungsverfahren: Change Request schriftlich, Auswirkung auf Preis und Termin vor der Umsetzung geklärt, Pflichtenheft-Version erhöht.

Vom Werkzeug zur Praxis

Flenio bringt Projekte, Zeit, Auslastung und Rechnungen in ein Werkzeug — Hosting in Zürich, CHF und EUR, revDSG und DSGVO.

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