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Rabatt-Rechner: Was ein Nachlass die Marge kostet
Für: Inhaber, Verkauf und Projektleiter in Preisverhandlungen.
Kurz erklärt
Ein Rabatt geht vollständig von der Marge ab, nicht vom Umsatz: Bei 30 % Marge kostet ein Nachlass von 10 % ein Drittel des Gewinns. Um dasselbe zu verdienen, müsste man 50 % mehr verkaufen. Der Rechner macht diese Hebelwirkung vor der Verhandlung sichtbar.
Eingaben
Ergebnis
Marge nach Rabatt
22.2 %
- Neuer Preis
- CHF 9'000.00
- Gewinn nach Rabatt
- CHF 2'000.00
- Verlust am Gewinn
- 33.3 %
- Mehrumsatz nötig für gleichen Gewinn
- 50 %
Rechenweg: Kosten = Preis × (1 − Marge). Neuer Gewinn = Preis × (1 − Rabatt) − Kosten. Mehrumsatz = alter Gewinn ÷ neuer Gewinn − 1.
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
«Können Sie mir noch zehn Prozent entgegenkommen?» klingt nach einer kleinen Zahl. Für den Anbieter ist sie gross, weil sie nicht vom Umsatz, sondern vom Gewinn abgezogen wird. Wer die Hebelwirkung kennt, verhandelt über Umfang, Zahlungsziel oder Laufzeit — nicht über den Preis.
Warum Rabatte so teuer sind
Der Rabatt wird vom Preis abgezogen, die Kosten bleiben gleich. Bei 30 % Marge sind 70 % des Preises Kosten — ein Rabatt von 10 % trifft also die 30 %, die übrig sind, und nimmt ihnen ein Drittel. Bei 20 % Marge kostet derselbe Rabatt die Hälfte des Gewinns; bei 10 % Marge ist der Gewinn weg.
Alternativen zum Preisnachlass
Was man geben kann, ohne die Marge anzutasten:
- Umfang reduzieren statt Preis: dieselbe Marge auf weniger Leistung
- Zahlungsziel verkürzen gegen Skonto — das ist ein Rabatt mit Gegenleistung (Liquidität)
- Laufzeit oder Volumen: Rabatt nur ab einer Menge, die den Rabatt rechtfertigt
- Zusatzleistung statt Nachlass: eine Stunde Schulung kostet weniger, als sie wert ist
- Zeitlich befristet: Einführungspreis mit klarem Enddatum
Rabatte sichtbar machen
Wer Rabatte gewährt, sollte sie als Position auf der Rechnung ausweisen — nicht still im Preis verstecken. Das zeigt dem Kunden den Wert, und der Nachkalkulation den Grund für die tiefere Marge. Im Rechnungsmodul von Flenio ist ein Rabatt eine Position mit negativem Betrag.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Marge bezieht sich auf den Preis (Gewinn ÷ Preis), Aufschlag auf die Kosten (Gewinn ÷ Kosten). 30 % Marge entsprechen rund 43 % Aufschlag. Der Rechner arbeitet mit Marge.
Gilt das auch für Stundensätze?
Ja. CHF 160 mit Kostensatz CHF 110 sind 31 % Marge. Ein Rabatt auf CHF 144 senkt die Marge auf 24 % — ein Viertel des Gewinns pro Stunde.
Wann ist ein Rabatt trotzdem richtig?
Wenn er etwas kauft: einen Referenzkunden, ein grösseres Volumen, einen früheren Zahlungseingang, einen Einstieg in eine neue Branche. Ohne Gegenwert ist er nur ein Verlust.
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