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Risikoscore-Rechner
Für: Projektleiter und PMO, die ein Risikoregister führen oder eine Risikoanalyse vorbereiten.
Kurz erklärt
Risikoscore = Eintrittswahrscheinlichkeit (1–5) × Auswirkung (1–5), also 1 bis 25. Ab 15 gilt ein Risiko als kritisch und braucht eine Massnahme mit Verantwortlichem. Der Erwartungswert in Franken (Schaden × Wahrscheinlichkeit) begründet die Contingency im Budget.
Eingaben
Ergebnis
Risikoscore
12
- Klasse
- Hoch
- Erwartungswert (Schaden × Wahrscheinlichkeit)
- CHF 15'000.00
- Rechnerische Rückstellung
- CHF 15'000.00
Rechenweg: Score = Wahrscheinlichkeit × Auswirkung. Klasse: <4 niedrig, 4–7 mittel, 8–14 hoch, ≥15 kritisch. Erwartungswert = Schaden × (Wahrscheinlichkeit ÷ 5).
Die Umrechnung der Skala 1–5 in 20–100 % ist eine Näherung. Wer Prozentwerte kennt, setzt sie direkt ein.
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
Eine Risikoliste mit dreissig Einträgen hilft niemandem. Eine mit fünf bewerteten, priorisierten Risiken schon. Der Score bringt die Reihenfolge, der Erwartungswert bringt die Verbindung zum Budget — und beide zusammen entscheiden, welches Risiko heute eine Massnahme braucht und welches nur beobachtet wird.
Die vier Antworten auf ein Risiko
Jedes bewertete Risiko bekommt eine Strategie:
- Vermeiden: den Umfang oder Ansatz so ändern, dass das Risiko nicht entsteht
- Mindern: Wahrscheinlichkeit oder Auswirkung senken (Prototyp, zweite Person, Schulung)
- Übertragen: Versicherung, Fixpreis beim Lieferanten, Vertragsklausel
- Akzeptieren: bewusst, mit Erwartungswert im Puffer — und einem Auslöser, ab dem reagiert wird
Warum der Erwartungswert wichtiger ist als der Score
Der Score ordnet, der Erwartungswert rechnet. Zwei Risiken mit Score 12 können sich im Franken um den Faktor zehn unterscheiden. Für das Budget zählt die Summe der Erwartungswerte aller akzeptierten Risiken — das ist die Contingency, die im Budgetpuffer-Rechner eingetragen wird.
Risiken lebendig halten
Ein Risikoregister, das beim Kickoff erstellt und dann nie mehr geöffnet wird, ist Dekoration. Wirksam wird es durch Rhythmus: alle zwei Wochen die Top 5 prüfen, neue Risiken aufnehmen, erledigte schliessen. In Flenio hängen Risiken am Projekt, mit Score, Verantwortlichem und Massnahme als Aufgabe.
Häufige Fragen
Wer bewertet die Wahrscheinlichkeit?
Am besten das Team gemeinsam, wie beim Planning Poker: Jeder schätzt still, dann wird verglichen. Grosse Abweichungen sind Hinweise auf unterschiedliche Annahmen — und die sind das eigentliche Ergebnis.
Was ist mit Chancen?
Dieselbe Matrix funktioniert für positive Risiken. Ein Erwartungswert von +CHF 10'000 rechtfertigt Aufwand, die Chance zu erhöhen.
Wie viele Risiken soll ein Register haben?
So viele, wie aktiv gemanagt werden. Für ein mittleres Projekt sind 5–15 realistisch. Alles über 30 wird nicht mehr gelesen.
Weiterführend
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