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Fluktuationskosten-Rechner: Was kostet ein Abgang im Team?
Für: Geschäftsleitungen, HR und Projektleiter, die Bindungsmassnahmen begründen oder Personalrisiken bewerten.
Kurz erklärt
Fluktuationskosten setzen sich aus Rekrutierung, Einarbeitung und Vakanz zusammen. Beispiel: CHF 8'000 Rekrutierung, vier Monate Einarbeitung bei 50 % Produktivität und CHF 90'000 Jahreslohn (CHF 15'000) sowie zwei Monate Vakanz mit CHF 6'000 entgangenem Deckungsbeitrag pro Monat (CHF 12'000) ergeben CHF 35'000 – fast 39 % eines Jahreslohns.
Eingaben
Ergebnis
Fluktuationskosten total
CHF 35'000.00
- Kosten der Einarbeitung
- CHF 15'000.00
- Kosten der Vakanz
- CHF 12'000.00
- In % des Jahreslohns
- 38.9 %
Rechenweg: Einarbeitung = Jahreslohn ÷ 12 × Einarbeitungsmonate × (1 − Produktivität). Vakanz = Vakanzmonate × Ausfall pro Monat. Total = Rekrutierung + Einarbeitung + Vakanz.
Konservative Schätzung: Wissensverlust, Belastung des Teams und Kundenwirkung sind schwer bezifferbar und nicht enthalten.
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Wenn eine erfahrene Person das Team verlässt, sind die sichtbaren Kosten oft klein: ein Inserat, ein paar Gespräche. Die grossen Kosten entstehen unsichtbar – in Projekten, die stocken, und in Monaten, bis die Nachfolge produktiv ist. Der Rechner macht sie sichtbar.
Die unsichtbaren Kosten
Neben den bezifferbaren Kosten verursachen Abgänge Effekte, die in keiner Rechnung stehen: Wissen über Kunden und Projekte geht verloren, das verbleibende Team trägt Mehrarbeit, Termine verschieben sich. In Dienstleistungsbetrieben, in denen Kundenbeziehungen an Personen hängen, kann ein Abgang zudem Kunden kosten.
Wissen sichern, bevor es geht
Unabhängig von Bindungsmassnahmen lohnt es sich, Wissen laufend zu sichern:
- Entscheide, Absprachen und Kundenbesonderheiten im Projekt dokumentieren
- Stellvertretungen für Schlüsselrollen festlegen
- Kundenbeziehungen auf mehrere Personen verteilen
- Bei Kündigungen einen strukturierten Übergabeplan erstellen
Bindung als Investition
Wer die Fluktuationskosten kennt, kann Bindungsmassnahmen nüchtern bewerten. Weiterbildung, klare Entwicklungsperspektiven, faire Auslastung und gute Führung kosten Geld – aber oft weniger als ein einziger vermeidbarer Abgang. Hohe Dauerauslastung ist dabei ein besonders unterschätzter Kündigungsgrund.
Häufige Fragen
Wie hoch sind Fluktuationskosten typischerweise?
Je nach Qualifikation und Einarbeitungszeit werden häufig 30 bis 100 % eines Jahreslohns genannt, bei Spezialisten und Führungskräften auch mehr. Die eigene Rechnung mit realistischen Werten ist aussagekräftiger als Pauschalwerte.
Was gehört zu den Rekrutierungskosten?
Inserate, Vermittlungshonorare, Assessments sowie die interne Zeit für Selektion, Gespräche und Entscheid.
Wie kann man Fluktuation in Projekten auffangen?
Mit dokumentiertem Wissen, Stellvertretungen, einer zentralen Ablage für Entscheide und einer geordneten Übergabe beim Austritt.
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