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Debitorenlaufzeit-Rechner (DSO): Wie lange warten Sie auf Ihr Geld?

Für: KMU-Inhaber, Finanzverantwortliche und Treuhänder, die Liquidität steuern und Mahnprozesse begründen wollen.

Kurz erklärt

Die Debitorenlaufzeit (DSO) zeigt, wie viele Tage es im Schnitt dauert, bis Rechnungen bezahlt sind: offene Forderungen ÷ Umsatz der Periode × Tage der Periode. Beispiel: CHF 120'000 offen bei CHF 270'000 Quartalsumsatz ergibt 40 Tage. Liegt der Wert über der Zahlungsfrist, bindet der Betrieb Geld, das für Löhne und Investitionen fehlt.

Eingaben

Ergebnis

Debitorenlaufzeit (DSO)

40 Tage

Tage über der Zahlungsfrist
10 Tage
Durchschnittlicher Umsatz pro Tag
CHF 3'000.00
Frei werdendes Kapital bei Zielwert
CHF 30'000.00

Rechenweg: DSO = offene Forderungen ÷ Umsatz der Periode × Tage. Umsatz pro Tag = Umsatz ÷ Tage. Über Frist = DSO − Zahlungsfrist. Frei werdendes Kapital = (DSO − Ziel) × Umsatz pro Tag.

Stichtagsbetrachtung: Saisonale Spitzen und grosse Einzelrechnungen am Periodenende verzerren den Wert. Am aussagekräftigsten ist der Verlauf über mehrere Perioden.

Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Ein rentables Unternehmen kann zahlungsunfähig werden, wenn die Kundschaft zu spät zahlt. Die Debitorenlaufzeit macht diese Gefahr in einer einzigen Zahl sichtbar. Der Rechner vergleicht sie mit der vereinbarten Zahlungsfrist und zeigt, wie viel Geld frei würde, wenn die Laufzeit auf einen Zielwert sinkt.

Warum die Debitorenlaufzeit über die Liquidität entscheidet

Löhne sind monatlich fällig, Kundenzahlungen kommen oft erst Wochen später. Jeder zusätzliche Tag Debitorenlaufzeit bindet einen Tagesumsatz. Bei CHF 3'000 Umsatz pro Tag kosten zehn Tage Verzögerung CHF 30'000 Liquidität – Geld, das über einen Kontokorrentkredit finanziert oder bei Investitionen eingespart werden muss.

Hebel, die die Laufzeit verkürzen

Die wirksamsten Massnahmen setzen vor dem Mahnen an:

  • Rechnungen sofort nach Leistung oder Meilenstein stellen, nicht gesammelt am Monatsende
  • Akonto- und Teilrechnungen bei längeren Projekten vereinbaren
  • Ein konkretes Zahlungsdatum auf die Rechnung schreiben – dann tritt Verzug ohne Mahnung ein (Art. 102 Abs. 2 OR)
  • QR-Rechnung mit Referenz verwenden, damit Zahlungen automatisch zugeordnet werden
  • Zahlungserinnerung wenige Tage nach Fälligkeit, Mahnstufen konsequent einhalten

Die Zahl richtig lesen

Eine Debitorenlaufzeit leicht über der Zahlungsfrist ist normal, weil Zahlungen nicht alle am letzten Tag eingehen. Kritisch wird es, wenn der Wert steigt oder die Altersstruktur der offenen Posten viele Rechnungen über 60 Tage zeigt. Dann lohnt der Blick auf einzelne Kunden: Oft verursachen wenige grosse Schuldner den Grossteil der Verzögerung.

Häufige Fragen

Was ist eine gute Debitorenlaufzeit?

Als Faustregel sollte sie nicht mehr als 10 bis 15 Tage über der vereinbarten Zahlungsfrist liegen. Bei 30 Tagen Zahlungsfrist sind 35 bis 45 Tage üblich; deutlich mehr ist ein Warnsignal.

Welcher Verzugszins gilt in der Schweiz?

Sofern nichts anderes vereinbart ist, beträgt der gesetzliche Verzugszins 5 % pro Jahr (Art. 104 Abs. 1 OR). Er wird ab Eintritt des Verzugs geschuldet.

Was ist der Unterschied zwischen Debitorenlaufzeit und Zahlungsfrist?

Die Zahlungsfrist ist die vereinbarte Vorgabe, die Debitorenlaufzeit die gemessene Realität. Die Differenz zeigt, wie gut Rechnungsstellung und Mahnwesen funktionieren.

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