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Little's Law-Rechner: Durchlaufzeit aus WIP und Durchsatz
Für: Kanban-Teams, Product Owner, Teamleitungen und Projektleiter, die Durchlaufzeiten verkürzen wollen.
Kurz erklärt
Little's Law besagt: Durchlaufzeit = Arbeit in Bearbeitung (WIP) ÷ Durchsatz. Hat ein Team 24 Aufgaben gleichzeitig offen und schliesst 8 pro Woche ab, dauert eine neue Aufgabe im Schnitt drei Wochen. Wer zwei Wochen erreichen will, muss das WIP bei gleichem Durchsatz auf 16 senken. Das Gesetz stammt aus der Warteschlangentheorie (John Little, 1961).
Eingaben
Ergebnis
Durchschnittliche Durchlaufzeit (Wochen)
3
- Durchlaufzeit in Arbeitstagen
- 15 Tage
- WIP-Limit für die Zielzeit
- 16
Rechenweg: Durchlaufzeit = WIP ÷ Durchsatz. Arbeitstage = Wochen × 5. WIP-Limit = Durchsatz × Ziel-Durchlaufzeit.
Gilt für Durchschnittswerte in einem einigermassen stabilen System. Einzelne Aufgaben können deutlich länger oder kürzer dauern.
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
Teams, die zu viel gleichzeitig anfangen, werden nicht schneller, sondern langsamer. Little's Law macht diesen Zusammenhang berechenbar. Der Rechner zeigt die aktuelle durchschnittliche Durchlaufzeit und das WIP-Limit für eine Zielzeit.
Warum weniger gleichzeitig schneller ist
Der Durchsatz eines Teams ist kurzfristig weitgehend fix. Wer mehr Arbeit gleichzeitig anfängt, erhöht deshalb nicht die Menge, die fertig wird, sondern nur die Zeit, die jede Aufgabe wartet. Dazu kommen Kosten durch Kontextwechsel. WIP-Limits sind deshalb eines der wirksamsten Mittel, um Durchlaufzeiten zu verkürzen – ohne mehr zu arbeiten.
So setzt man es um
Ein praktischer Einstieg:
- Durchsatz der letzten vier bis sechs Wochen messen
- Aktuelles WIP auf dem Board zählen, auch versteckte Aufgaben
- WIP-Limit pro Spalte einführen, zunächst knapp unter dem aktuellen Wert
- Regel: erst fertigmachen, dann Neues anfangen
- Durchlaufzeit monatlich beobachten und Limit anpassen
Grenzen
Little's Law beschreibt Durchschnitte in einem stabilen System. Ändern sich Aufgabengrössen stark oder kommt viel ungeplante Arbeit hinzu, schwanken die Werte. Für Prognosen einzelner Lieferungen sind Verteilungen der Durchlaufzeit aussagekräftiger als der Mittelwert. Als Denkmodell für den Zusammenhang zwischen Gleichzeitigkeit und Geschwindigkeit ist das Gesetz aber unschlagbar.
Häufige Fragen
Was besagt Little's Law?
Dass die durchschnittliche Durchlaufzeit gleich der durchschnittlichen Menge an Arbeit im System geteilt durch den durchschnittlichen Durchsatz ist.
Wie hoch sollte ein WIP-Limit sein?
Ein häufiger Startpunkt liegt nahe an der Anzahl Personen im Team, pro Spalte etwas darunter. Danach wird es anhand der gemessenen Durchlaufzeit angepasst.
Gilt Little's Law auch für klassische Projekte?
Ja, überall wo Arbeit in einem System wartet: Freigaben, Reviews, Supportanfragen oder parallel laufende Projekte im Portfolio.
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