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Preisanpassungs-Rechner: Stundensätze und Preise an die Teuerung anpassen

Für: Dienstleister, Agenturen, Beratungen und Treuhänder, die Preise oder Rahmenverträge anpassen wollen.

Kurz erklärt

Ein Stundensatz wird an die Teuerung angepasst, indem der indexierte Anteil des Preises mit der Teuerungsrate erhöht wird: neuer Satz = alter Satz × (1 + Teuerung × indexierter Anteil). Beispiel: CHF 140 bei 2 % Teuerung und 80 % Indexierung ergibt CHF 142.24 – bei 1'200 verrechneten Stunden CHF 2'688 Mehrertrag pro Jahr.

Eingaben

Ergebnis

Neuer Stundensatz bzw. Preis

CHF 142.24

Effektive Preisanpassung
1.6 %
Mehrertrag pro Jahr
CHF 2'688.00

Rechenweg: Anpassungsfaktor = 1 + Teuerung × indexierter Anteil. Neuer Satz = alter Satz × Faktor. Mehrertrag = (neuer − alter Satz) × Jahresvolumen.

Ob und wie Preise angepasst werden dürfen, richtet sich nach dem Vertrag. Ohne Anpassungsklausel ist eine Erhöhung für laufende Verträge grundsätzlich nicht einseitig möglich.

Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Löhne, Mieten und Software werden teurer – Stundensätze bleiben oft jahrelang gleich. Wer nicht regelmässig anpasst, verliert still Marge. Der Rechner zeigt, wie eine Teuerungsanpassung wirkt, wenn der ganze Preis oder nur ein Teil indexiert ist, und was sie pro Jahr ausmacht.

Welcher Index?

Für allgemeine Teuerung ist der Landesindex der Konsumentenpreise (LIK) des Bundesamts für Statistik der gebräuchlichste Massstab. Für personalintensive Dienstleistungen passt oft ein Lohnindex besser, weil die Kosten vor allem aus Löhnen bestehen. Entscheidend ist, dass der Index im Vertrag eindeutig benannt ist – mit Basismonat und Anpassungsrhythmus.

Anpassungsklauseln richtig formulieren

Eine gute Preisanpassungsklausel regelt:

  • Den Index mit Bezeichnung und Basismonat
  • Den Rhythmus, zum Beispiel jährlich per 1. Januar
  • Den indexierten Anteil des Preises
  • Eine allfällige Schwelle, ab der angepasst wird (z. B. Veränderung über 1 %)
  • Die Ankündigungsfrist gegenüber dem Kunden

Preisgespräche führen

Kunden akzeptieren Anpassungen eher, wenn sie nachvollziehbar und angekündigt sind. Eine kurze Mitteilung mit Index, Berechnung und Wirkung pro Monat ist überzeugender als eine neue Zahl auf der Rechnung. Wer jährlich moderat anpasst, vermeidet die schwierigen Gespräche nach mehreren Jahren ohne Anpassung, wenn plötzlich zweistellige Erhöhungen nötig werden.

Häufige Fragen

Darf ich meine Preise wegen der Teuerung erhöhen?

Für neue Aufträge ja. Bei laufenden Verträgen nur, wenn eine Anpassungsklausel das vorsieht oder der Kunde zustimmt. Viele Rahmenverträge enthalten deshalb eine Indexklausel.

Wo finde ich die aktuelle Teuerung?

Das Bundesamt für Statistik publiziert den Landesindex der Konsumentenpreise monatlich. Für Verträge zählt die Veränderung zwischen den vereinbarten Stichmonaten.

Warum nur einen Teil des Preises indexieren?

Weil nicht alle Kosten mit der Teuerung steigen. Bei Dienstleistungen ist oft der Lohnanteil massgebend; Fixkosten wie Software oder Miete folgen eigenen Regeln.

Vom Werkzeug zur Praxis

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