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Deckungsbeitragsrechner: Was bringt ein Projekt wirklich?
Für: Inhaber, Projektleiter und Controller von Dienstleistungsbetrieben, die wissen wollen, welche Projekte und Kunden sich lohnen.
Kurz erklärt
Der Deckungsbeitrag eines Projekts ist der Umsatz abzüglich der direkt verursachten Kosten – geleistete Stunden mal Kostensatz plus Fremdkosten. Beispiel: CHF 48'000 Umsatz, 320 Stunden à CHF 85 und CHF 3'800 Fremdkosten ergeben CHF 17'000 Deckungsbeitrag (35 %). Erst wenn er die anteiligen Gemeinkosten übersteigt, verdient der Betrieb Geld.
Eingaben
Ergebnis
Deckungsbeitrag
CHF 17'000.00
- Deckungsbeitrag in % des Umsatzes
- 35.4 %
- Anteilige Gemeinkosten
- CHF 12'000.00
- Projektergebnis nach Gemeinkosten
- CHF 5'000.00
- Effektiver Stundensatz (Umsatz ÷ Stunden)
- CHF 150.00
Rechenweg: Personalkosten = Stunden × Kostensatz. Deckungsbeitrag = Umsatz − Personalkosten − Fremdkosten. DB-Quote = DB ÷ Umsatz. Gemeinkosten = Umsatz × Gemeinkostensatz. Ergebnis = DB − Gemeinkosten. Effektiver Satz = Umsatz ÷ Stunden.
Rechenbeispiel mit illustrativen Werten. Den Kostensatz liefert der Vollkosten-Rechner, die Gemeinkostenquote die Jahresrechnung.
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Ein Projekt mit vollem Auftragsbuch kann trotzdem Geld kosten. Der Deckungsbeitrag zeigt, wie viel ein Projekt nach Abzug seiner direkten Kosten zur Deckung von Miete, Administration und Akquise beiträgt – und ob danach noch Gewinn bleibt. Der Rechner trennt beides sauber und liefert dazu den effektiven Stundensatz, die ehrlichste Zahl im Dienstleistungsgeschäft.
Deckungsbeitrag, Marge, Gewinn – drei verschiedene Zahlen
Der Deckungsbeitrag zieht nur ab, was das Projekt direkt verursacht. Die Marge wird oft gleichbedeutend verwendet, manchmal aber auch für den Gewinn nach allen Kosten. Der Gewinn schliesslich bleibt erst übrig, wenn die Deckungsbeiträge aller Projekte die Gemeinkosten des Betriebs übersteigen. Wer in Gesprächen die Begriffe klar trennt, vermeidet die häufigste Fehlinterpretation: ein Projekt mit positivem Deckungsbeitrag für rentabel zu halten, obwohl es die Fixkosten nicht trägt.
Die Stunden vollständig erfassen
Der Deckungsbeitrag ist nur so gut wie die Zeiterfassung. Typische Lücken verfälschen das Bild nach oben:
- Interne Abstimmungen zum Projekt werden auf «Diverses» statt aufs Projekt gebucht
- Korrekturschleifen werden aus Kulanz gar nicht erfasst
- Projektleitungsstunden fehlen, weil sie «nebenbei» passieren
- Fremdkosten werden der Buchhaltung, aber nicht dem Projekt zugeordnet
Was man mit der Zahl anfängt
Über mehrere Projekte verglichen zeigt der Deckungsbeitrag, welche Kunden, Leistungsarten und Preismodelle tragen. Ein tiefer Wert ist kein Grund, einen Kunden zu verlieren, aber ein Grund für ein Gespräch über Umfang, Preis oder Abläufe. Der effektive Stundensatz macht das greifbar: Liegt er unter dem kalkulierten Verkaufssatz, ist Marge verloren gegangen – meist durch Mehrumfang ohne Nachtrag oder zu optimistische Schätzungen.
Häufige Fragen
Was ist ein guter Deckungsbeitrag für eine Agentur oder Beratung?
Das hängt von der Gemeinkostenquote ab. Liegen die Gemeinkosten bei 25 % des Umsatzes, braucht es deutlich mehr als 25 % Deckungsbeitrag, damit Gewinn bleibt. Viele Dienstleister peilen 35 bis 50 % an; entscheidend ist der Vergleich mit der eigenen Kostenstruktur.
Gehören Gemeinkosten in den Deckungsbeitrag?
Nein. Der Deckungsbeitrag zieht nur die direkt verursachten Kosten ab. Gemeinkosten werden anschliessend als Anteil verteilt – so bleibt sichtbar, welchen Beitrag ein Projekt zur Deckung der Fixkosten leistet.
Wie oft sollte man den Deckungsbeitrag berechnen?
Laufend für grosse Projekte, mindestens aber bei jedem Projektabschluss als Teil der Nachkalkulation. Quartalsweise lohnt der Vergleich über alle Kunden und Leistungsarten.
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