Kostenlose Rechner
Make-or-Buy-Rechner: Selber machen oder einkaufen?
Für: Projektleiter, Geschäftsleitungen und Einkauf, die zwischen Eigenleistung und Fremdvergabe entscheiden.
Kurz erklärt
Ein fairer Make-or-Buy-Vergleich stellt die vollen internen Kosten (Stunden × Kostensatz plus Zusatzkosten) dem externen Preis plus dem internen Steuerungsaufwand gegenüber. Beispiel: 300 interne Stunden à CHF 110 plus CHF 2'000 ergeben CHF 35'000; ein externes Angebot von CHF 30'000 plus 40 Steuerungsstunden kostet CHF 34'400 – nur CHF 600 günstiger.
Eingaben
Ergebnis
Kostenvorteil der Fremdvergabe
CHF 600.00
Positiv: Fremdvergabe günstiger. Negativ: Eigenleistung günstiger.
- Kosten Eigenleistung
- CHF 35'000.00
- Kosten Fremdvergabe inkl. Steuerung
- CHF 34'400.00
- Vorteil in % der Eigenleistung
- 1.7 %
Rechenweg: Eigenleistung = interne Stunden × Kostensatz + Zusatzkosten. Fremdvergabe = Angebot + Steuerungsstunden × Kostensatz. Vorteil = Eigenleistung − Fremdvergabe.
Reiner Kostenvergleich. Kapazität, Know-how, Risiko und strategische Bedeutung gehören zusätzlich in den Entscheid.
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
Ein externes Angebot wirkt oft günstiger, weil die internen Kosten unterschätzt werden – oder teurer, weil der eigene Aufwand für Steuerung, Abstimmung und Abnahme vergessen wird. Der Rechner vergleicht beide Seiten vollständig und zeigt, wie knapp viele Entscheide in Wahrheit sind.
Mehr als eine Kostenfrage
Selbst wenn die Zahlen eindeutig sind, entscheiden oft andere Kriterien:
- Kernkompetenz: Gehört die Leistung zum Kern des eigenen Angebots?
- Kapazität: Fehlen die internen Leute ohnehin für andere Projekte?
- Know-how: Entsteht wertvolles Wissen, das man behalten will?
- Abhängigkeit: Wie leicht lässt sich der Lieferant später wechseln?
- Risiko: Wer trägt Termin- und Qualitätsrisiken?
Opportunitätskosten nicht vergessen
Interne Stunden haben einen zweiten Preis: Sie stehen nicht für verrechenbare Kundenarbeit zur Verfügung. Ein Dienstleister, der seine Website selbst baut statt Kundenprojekte zu bearbeiten, verzichtet auf Umsatz. Wer ausgelastet ist, sollte deshalb mit dem Verkaufssatz statt dem Kostensatz rechnen.
Den Steuerungsaufwand ehrlich schätzen
Fremdvergabe ist keine Abgabe der Verantwortung. Ausschreibung, Briefing, regelmässige Abstimmung, Reviews und Abnahme kosten interne Zeit – oft 10 bis 20 % des externen Aufwands. Wer diesen Teil weglässt, entscheidet systematisch zugunsten der Fremdvergabe.
Häufige Fragen
Wann lohnt sich Fremdvergabe?
Wenn die Leistung nicht zum Kern gehört, intern Kapazität oder Know-how fehlt und der externe Preis inklusive Steuerungsaufwand nicht wesentlich über den vollen internen Kosten liegt.
Welcher Stundensatz gehört in die Rechnung?
Mindestens der Vollkostensatz. Bei voller Auslastung mit verrechenbarer Arbeit ist der Verkaufssatz die bessere Grundlage, weil interne Stunden dann Umsatz verdrängen.
Wie hoch ist der Steuerungsaufwand typischerweise?
Als Faustregel 10 bis 20 % des externen Aufwands, bei neuen Lieferanten oder komplexen Leistungen mehr.
Weiterführend
Rechner
Vollkosten pro Mitarbeitenden und Stunde
Rechner öffnenRechner
TCO-Rechner: Was kostet eine Software wirklich?
Rechner öffnenChecklisten
Checkliste Lieferantenauswahl: Partner für Projekte richtig wählen
Checkliste öffnenRechner
Nutzwertanalyse-Rechner: Drei Optionen nach gewichteten Kriterien vergleichen
Rechner öffnenRechner
Projektkosten-Rechner
Rechner öffnenRechner
Auslastungs-Rechner für Teams
Rechner öffnenRechner
Verrechenbarkeits-Rechner (Billable Rate)
Rechner öffnenBegriffe: Kosten-Nutzen-Analyse · Business Case · Stundensatz
Vom Werkzeug zur Praxis
Flenio bringt Projekte, Zeit, Auslastung und Rechnungen in ein Werkzeug — Hosting in Zürich, CHF und EUR, revDSG und DSGVO.