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Nutzwertanalyse-Rechner: Drei Optionen nach gewichteten Kriterien vergleichen
Für: Projektleiter, Einkauf und Entscheidungsgremien, die Varianten, Tools oder Lieferanten nachvollziehbar vergleichen wollen.
Kurz erklärt
Bei der Nutzwertanalyse werden Optionen anhand gewichteter Kriterien bewertet: Nutzwert = Summe aus Gewicht × Punktzahl, geteilt durch die Summe der Gewichte. Beispiel mit Gewichten 50/30/20: Option A (8, 5, 6) erreicht 6,7, Option B (6, 8, 7) 6,8, Option C (7, 7, 5) 6,6. Option B liegt vorne – knapp, was eine Sensitivitätsprüfung nahelegt.
Eingaben
Ergebnis
Beste Option (1 = A, 2 = B, 3 = C)
2
- Nutzwert Option A
- 6.7
- Nutzwert Option B
- 6.8
- Nutzwert Option C
- 6.6
- Vorsprung der besten auf die zweitbeste Option
- 0.1
Rechenweg: Nutzwert = (G1 × P1 + G2 × P2 + G3 × P3) ÷ (G1 + G2 + G3). Beste Option = höchster Nutzwert; Vorsprung = Differenz zur zweitbesten.
Bei einem Vorsprung unter etwa 0,5 Punkten lohnt eine Sensitivitätsprüfung: Kippt das Ergebnis, wenn ein Gewicht leicht verändert wird?
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
Wenn mehrere Optionen je eigene Stärken haben, hilft ein Bauchentscheid selten weiter – und überzeugt im Gremium noch weniger. Die Nutzwertanalyse macht Kriterien, Gewichtung und Bewertung transparent. Der Rechner vergleicht drei Optionen anhand dreier Kriterien und zeigt, wie knapp das Ergebnis ist.
So geht man vor
Eine Nutzwertanalyse ist nur so gut wie ihre Vorbereitung:
- Kriterien vor dem Betrachten der Optionen festlegen – sonst passen sich die Kriterien dem Favoriten an
- Muss-Kriterien vorab als Ausschlusskriterien prüfen, nicht gewichten
- Gewichte gemeinsam mit den Entscheidenden bestimmen
- Punktvergabe mit Belegen begründen (Tests, Referenzen, Angebote)
- Ergebnis mit einer Sensitivitätsprüfung absichern
Typische Fehler
Häufige Schwächen sind zu viele, sich überschneidende Kriterien, Gewichte, die erst nach der Bewertung festgelegt werden, und Punkte ohne Begründung. Ebenso problematisch ist es, Kosten als gewichtetes Kriterium neben Qualität zu stellen, wenn das Budget eigentlich eine harte Grenze ist. Dann gehört es zu den Muss-Kriterien.
Nutzwert und Kosten kombinieren
Bei Investitionsentscheiden ist eine zweistufige Betrachtung oft aussagekräftiger: zuerst der Nutzwert ohne Kosten, danach das Verhältnis von Nutzwert zu Kosten. So wird sichtbar, ob die beste Option ihren Mehrpreis wert ist – oder ob eine etwas schwächere Option deutlich günstiger ist.
Häufige Fragen
Was ist eine Nutzwertanalyse?
Ein Verfahren, um Optionen anhand mehrerer gewichteter Kriterien systematisch zu vergleichen. Das Ergebnis ist ein Nutzwert pro Option, der die Entscheidung nachvollziehbar macht.
Wie viele Kriterien sind sinnvoll?
Meist fünf bis zehn. Mehr Kriterien täuschen Präzision vor und verwässern die Gewichtung. Der Rechner bildet drei Hauptkriterien ab; für mehr Kriterien eignet sich eine Tabelle mit derselben Formel.
Wie gehe ich mit Muss-Kriterien um?
Muss-Kriterien werden vorab geprüft. Optionen, die sie nicht erfüllen, scheiden aus und werden gar nicht erst bewertet.
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