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Amortisationsrechner: Wann hat sich eine Investition bezahlt gemacht?
Für: Geschäftsführer, Projektleiter und Controller, die eine Anschaffung oder ein Projekt begründen müssen.
Kurz erklärt
Die Amortisationsdauer ist die Zeit, bis die Einsparungen oder Mehrerträge einer Investition ihre Anschaffungskosten gedeckt haben. Formel (statisch): Investition ÷ (jährliche Einsparung − laufende Kosten). Beispiel: CHF 24'000 Investition, CHF 8'000 Nettonutzen pro Jahr → 3 Jahre. Je kürzer, desto geringer das Risiko; über Rentabilität sagt die Kennzahl allein wenig.
Eingaben
Ergebnis
Amortisationsdauer (Jahre)
3
0 bedeutet: Die Investition amortisiert sich nie, weil die laufenden Kosten den Nutzen übersteigen.
- Amortisationsdauer (Monate)
- 36
- Nettonutzen pro Jahr
- CHF 8'000.00
- Gewinn über die Nutzungsdauer
- CHF 16'000.00
- ROI über die Nutzungsdauer
- 66.7 %
Rechenweg: Nettonutzen = Einsparung − laufende Kosten. Amortisationsdauer = Investition ÷ Nettonutzen. Gewinn = Nettonutzen × Nutzungsdauer − Investition. ROI = Gewinn ÷ Investition.
Statische Methode ohne Zinsen. Für Laufzeiten über drei Jahre oder grosse Beträge zusätzlich den Kapitalwert rechnen.
Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.
«Rechnet sich das?» ist die erste Frage in jedem Investitionsentscheid — und die Amortisationsdauer ist die schnellste Antwort. Sie ist nicht die genaueste, aber die verständlichste: Nach wie vielen Monaten ist das Geld wieder drin? Der Rechner liefert die Zahl, den Nutzen über die ganze Laufzeit und ordnet ein, wann man eine genauere Methode braucht.
Was die Amortisationsdauer aussagt — und was nicht
Die Kennzahl misst Risiko, nicht Rentabilität. Eine Investition, die sich in einem Jahr amortisiert, ist schnell sicher; ob sie über fünf Jahre mehr bringt als eine mit zwei Jahren Amortisation, verrät die Zahl nicht. Sie ignoriert alles, was nach dem Amortisationszeitpunkt passiert, und behandelt einen Franken in drei Jahren wie einen Franken heute. Deshalb ist sie ideal als Filter («mehr als vier Jahre prüfen wir nicht weiter») und schwach als alleiniges Entscheidungskriterium.
Den Nutzen ehrlich beziffern
Die Formel ist trivial, die Eingabe nicht. Die meisten Amortisationsrechnungen scheitern an zu optimistischen Einsparungen:
- Eingesparte Stunden nur zählen, wenn sie tatsächlich anders genutzt werden — verrechnet oder für Arbeit, die sonst liegen bliebe
- Stunden mit dem Vollkostensatz bewerten, nicht mit dem Bruttolohn
- Die Einführungsphase abziehen: Im ersten Quartal sinkt die Produktivität meist, bevor sie steigt
- Laufende Kosten vollständig erfassen: Abo, Betreuung, interne Administration, Schulung neuer Mitarbeitender
- Mit einer pessimistischen Variante rechnen — hält die Entscheidung auch bei 60 % des erwarteten Nutzens?
Wann eine andere Methode besser ist
Bei Investitionen mit langer Laufzeit, unregelmässigen Rückflüssen oder hohen Beträgen ist der Kapitalwert (NPV) die solidere Grundlage: Er diskontiert künftige Rückflüsse und berücksichtigt die ganze Nutzungsdauer. Für Software-Entscheide lohnt zusätzlich ein Blick auf die Gesamtkosten (TCO), weil Lizenzen oft der kleinere Teil sind. Im Business Case gehören alle drei Zahlen nebeneinander: Amortisation für das Risiko, Kapitalwert für die Rentabilität, TCO für die Kostenwahrheit.
Häufige Fragen
Was ist eine gute Amortisationsdauer?
Für Software und Prozessverbesserungen gelten ein bis drei Jahre als gut, für Maschinen und Gebäude deutlich mehr. Entscheidend ist der Vergleich mit der Nutzungsdauer: Amortisiert sich eine Investition erst kurz vor ihrem Lebensende, bleibt kaum Gewinn.
Was ist der Unterschied zwischen statischer und dynamischer Amortisation?
Die statische Methode rechnet ohne Zinsen. Die dynamische diskontiert die jährlichen Rückflüsse mit einem Kalkulationszins und kommt deshalb immer auf eine längere Dauer. Bei tiefen Zinsen und kurzen Laufzeiten ist der Unterschied gering.
Wie beziffere ich eingesparte Arbeitszeit?
Stunden pro Woche × Arbeitswochen × Vollkostensatz pro Stunde. Wer die Zeit vorher und nachher erfasst, rechnet mit Messwerten statt Schätzungen — die Zeiterfassung liefert die Grundlage für die Nachkontrolle.
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