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WSJF-Rechner: Weighted Shortest Job First für die Priorisierung

Für: Product Owner, PMO und Geschäftsleitungen, die Backlogs oder Projektportfolios nachvollziehbar priorisieren wollen.

Kurz erklärt

WSJF (Weighted Shortest Job First) priorisiert Vorhaben nach Wert pro Aufwand: Cost of Delay ÷ Jobgrösse. Der Cost of Delay setzt sich aus Geschäftswert, Zeitkritikalität und Risikoreduktion zusammen, alle relativ geschätzt. Beispiel: 8 + 5 + 3 = 16 Cost of Delay bei Jobgrösse 5 ergibt WSJF 3,2. Das höchste WSJF kommt zuerst.

Eingaben

Ergebnis

WSJF

3.2

Je höher, desto früher. Nur im Vergleich mit anderen Vorhaben aussagekräftig.

Cost of Delay (Summe)
16

Rechenweg: Cost of Delay = Geschäftswert + Zeitkritikalität + Risikoreduktion. WSJF = Cost of Delay ÷ Jobgrösse.

Alle Werte sind relative Schätzungen im Vergleich der Vorhaben untereinander – keine Franken oder Stunden.

Rechnet im Browser. Nichts wird gespeichert oder übertragen.

Wenn alles wichtig ist, entscheidet am Ende die lauteste Stimme. WSJF ersetzt das durch eine einfache Rechnung: Was kostet es uns, ein Vorhaben später zu liefern – und wie gross ist es? Das Verfahren stammt aus dem Scaled Agile Framework und funktioniert genauso für ein Agentur-Backlog wie für ein Projektportfolio.

Warum kurze, wertvolle Vorhaben zuerst kommen

Wer drei gleich wertvolle Vorhaben nacheinander statt parallel bearbeitet, liefert zwei davon früher – der Nutzen beginnt eher. WSJF verstärkt diesen Effekt: Bei gleichem Cost of Delay gewinnt das kleinere Vorhaben, bei gleicher Grösse das dringendere. So steigt der Wert, der pro Zeiteinheit ausgeliefert wird.

So schätzt man richtig

Die Qualität des Ergebnisses hängt an der Schätzung. Bewährt haben sich einige Regeln:

  • Eine Spalte nach der anderen schätzen: erst alle Geschäftswerte, dann alle Zeitkritikalitäten
  • Pro Spalte das kleinste Vorhaben auf 1 setzen und die anderen relativ dazu einordnen
  • In der Gruppe schätzen – Fachbereich, Entwicklung und Leitung gemeinsam
  • Zwingende Vorhaben (Gesetz, Sicherheit) vorab setzen statt sie zu scoren
  • Regelmässig neu schätzen: Zeitkritikalität ändert sich mit dem Kalender

Grenzen der Methode

WSJF täuscht Präzision vor, wo nur grobe Einschätzungen vorliegen. Bei sehr ungleichen Vorhaben – ein Zweiwochen-Feature neben einer Systemablösung – hilft es, grosse Vorhaben vorher zu zerlegen. Und WSJF ersetzt keine Strategie: Es priorisiert innerhalb eines Rahmens, den die Leitung vorgibt. Wer den Cost of Delay in Franken beziffern kann, rechnet besser mit dem Cost-of-Delay-Rechner.

Häufige Fragen

Woher stammt WSJF?

Das Prinzip geht auf Don Reinertsens Arbeiten zu Produktentwicklungsflüssen zurück und wurde im Scaled Agile Framework (SAFe) als Priorisierungsverfahren für Backlogs und Portfolios bekannt.

Kann man WSJF ohne SAFe verwenden?

Ja. Die Rechnung funktioniert in jedem Backlog und jedem Projektportfolio, auch in klassisch geführten Organisationen. Wichtig ist nur, dass alle Vorhaben mit derselben Skala geschätzt werden.

Was ist der Unterschied zwischen WSJF und Cost of Delay?

Cost of Delay beziffert, was eine Verzögerung kostet. WSJF teilt diesen Wert durch die Grösse des Vorhabens und liefert damit eine Reihenfolge, die Wert pro Aufwand maximiert.

Vom Werkzeug zur Praxis

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